{"id":1034,"date":"2025-10-02T18:58:00","date_gmt":"2025-10-02T16:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/?p=1034"},"modified":"2025-10-20T18:02:20","modified_gmt":"2025-10-20T16:02:20","slug":"moechtegernhistoriker-mit-muetzen-recherche-zur-85-studentenhistorikertagung-in-marburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/?p=1034","title":{"rendered":"M\u00f6chtegernhistoriker mit M\u00fctzen: Recherche zur 85. Studentenhistorikertagung in Marburg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:24px;font-style:normal;font-weight:600\"><br><strong>Gliederung<\/strong><br><a href=\"#1.-Einleitung\" data-type=\"internal\" data-id=\"#1.-Einleitung\">1. Einleitung<\/a><br><a href=\"#2.-Funktion-der-Studentenhistoriker\" data-type=\"internal\" data-id=\"#2.-Funktion-der-Studentenhistoriker\">2. Funktion der Studentenhistoriker<\/a><br><a href=\"#3.-\u201eRomantische-Idylle\u201c-und-\u201ebr\u00fcderliche-Liebe\u201c\">3. \u201eRomantische Idylle\u201c und \u201ebr\u00fcderliche Liebe\u201c<\/a><br> <a href=\"#3.1-Das-Programm-der-Studentenhistoriker-f\u00fcr-Marburg\" data-type=\"internal\" data-id=\"#3.1-Das-Programm-der-Studentenhistoriker-f\u00fcr-Marburg\">3.1 Das Programm der Studentenhistoriker f\u00fcr Marburg<\/a><br> <a href=\"#3.2-Die-ReferentInnen\">3.2 Die ReferentInnen<\/a> <br><a href=\"#4.-Same-same,-but-different:-Fechtlehrg\u00e4nge-in-Marburg\">4. Same same, but different: Fechtlehrg\u00e4nge in Marburg<\/a><br><a href=\"#5.-Fazit\" data-type=\"internal\" data-id=\"#5.-Fazit\">5. Fazit<\/a><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Kurz bevor dieser Artikel ver\u00f6ffentlicht werden sollte, sagten die OrganisatorInnen der Tagung diese ab. Ob die Absage wirklich aufgrund von mangelndem Interesse passiert ist, ist fraglich. Vielmehr scheint <a href=\"https:\/\/de.indymedia.org\/node\/538499\">Druck von au\u00dfen<\/a> urs\u00e4chlich zu sein. Das in der Absage verwendete Bild vom \u201eDenkerclub\u201c 1819 von Personen mit Maulkorb und der Frage \u201eWie lange mochte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?\u201c sowie Diskussionen auf Reddit best\u00e4tigen das. Im Sub-Reddit \u201eKorporeddit\u201c sind solche Kommentare die einhellige Meinung: \u201eHaben sich von Linken einsch\u00fcchtern lassen und geben denen jetzt noch nen grund zu feiern\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wir m\u00f6chten euch unsere Recherche nicht vorenthalten und ver\u00f6ffentlichen sie nun trotzdem \u2013 auch in Hinblick auf die 86. Studentenhistorikertagung 2026 in T\u00fcbingen.<\/em><br><br><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"1.-Einleitung\"><a><\/a>1. Einleitung<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom 17.-19. Oktober 2025 sollte in Marburg die 85. Jahrestagung des Arbeitskreis der Studentenhistoriker (AKSt) stattfinden. In dem Zusammenschluss forschen Mitglieder unterschiedlicher B\u00fcnde \u00fcber die Geschichte der Korporationen. Anders als der Begriff suggeriert, erforschen Studentenhistoriker jedoch nur die Geschichte der Studierendenverbindungen und nicht die Geschichte der Studierenden. Die Tagung sollte auf den H\u00e4usern verschiedener Marburger Studentenverbindungen stattfinden, die Nutzung der Unikirche wurde untersagt. Die Veranstaltung war \u00f6ffentlich auf der eigenen Homepage beworben und sollte in Kooperation mit der CV-Akademie<a href=\"#sdfootnote1sym\" id=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>, dem Convent Deutscher Akademikerverb\u00e4nde (CDA) und der Gemeinschaft f\u00fcr Deutsche Studentengeschichte (GDS) stattfinden. Das Programm umfasste vor allem Vortr\u00e4ge, aber auch einen Festakt, Stadtf\u00fchrungen und Karzerbesichtigungen. Mehrere der Referenten sind Mitglieder der extrem rechten Deutschen Burschenschaft (DB).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Veranstaltung beteiligten sich B\u00fcnde und Personen vom Coburger Convent (CC), der Deutschen Burschenschaft (DB), dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV), dem Weinheimer Senioren Convent (WSC), dem Burschenbunds-Convent (BC), dem Schwarzburgbund (SB), dem MKC, dem \u00d6sterreichischen-Cartellverband (\u00d6CV) und dem K\u00f6sener Senioren-Convents-Verband (KSCV).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Rechercheartikel problematisiert die Tagung aus drei Gr\u00fcnden. Erstens als verbindungsstudentische Veranstaltung. Zweitens, da dort Geschichtsrevisionismus stattfinden sollte und drittens, weil Burschenschaften der extrem Rechten Deutschen Burschenschaften Teil davon waren.<br>Antifaschistische Korporationskritik hat eine lange Historie. Immer wieder wurde in den vergangen Jahrzehnten auf den Sexismus, den Nationalismus, das Eliten- und Seilschaftsdenken, den autorit\u00e4ren Charakter, die Gewalt nach innen und au\u00dfen sowie viele weitere Kritikpunkte an Studentenverbindungen eingegangen.<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> Die einzelnen Aspekte sind je nach Art der Verbindung weniger oder mehr ausgepr\u00e4gt. Wenn sich nun Korporierte von zehn verschiedenen Dachverb\u00e4nden treffen, ist das problematisch!<br>Das Treffen hatte dazu noch einen bestimmten Zweck, n\u00e4mlich dem Verbreiten eigener historischer Narrative und Erz\u00e4hlungen, die die Verbindungen im Kern von historischer Schuld und NS-T\u00e4terschaft befreien sollen. Das Vorgehen ist kein empirisch-analytisches, sondern st\u00fctzt sich oft auf Einzelschicksale bzw. -aspekte oder Streitereien innerhalb der (extremen) Rechten. Bei so einer Flut an korporierten Ver\u00f6ffentlichungen mit gegenseitiger Zitation wird die eigene Erz\u00e4hlung wirkm\u00e4chtig. Eine Historikertagung mit Vortr\u00e4gen, Vernetzung und einem Sammelband im Anschluss ist f\u00fcr diese Verdrehung der Geschichte ein wichtiges Puzzlest\u00fcck. Die Tagung mag f\u00fcr Au\u00dfenstehende stinklangweilig wirken, die Narrative, die dort geformt werden, sind aber alles andere als irrelevant.<br>Dem Ganzen wurde noch dadurch die Krone aufgesetzt, dass Burschenschafter der extrem Rechten Deutschen Burschenschaft auf der Tagung mit drei Referenten stark pr\u00e4sent sein sollten. Die angebliche Gegnerschaft der Korporationslandschaft zum historischen Faschismus wird hier schon ab absurdum gef\u00fchrt. Gemeinsam mit der DB \u2013 die beispielsweise Deutschland nicht in den Grenzen von 1945 anerkennt und in den 2010er-Jahren \u00fcber \u201eeurop\u00e4ische Gesichts- und K\u00f6rpermorphologie\u201c als Bedingung f\u00fcr die Mitgliedschaft bei ihr diskutiert hat \u2013 \u00fcber die Erfahrungen j\u00fcdischer Studierender oder das Ende der Weimarer Republik zu diskutieren, ist einfach vollkommen absurd. Alte Herren der DB sind weder bei einer solchen Tagung, noch insgesamt im Milieu der Studentenhistoriker Zaung\u00e4ste oder ungebetene Zuschauer. Sie sind gern gesehene Mitstreiter f\u00fcr die gemeinsame Sache. Und das, obwohl ihre Mitglieder erst vor wenigen Jahren gewaltsam das Haus einer Schwarzburgbund-Verbindung in Marburg gest\u00fcrmt und verw\u00fcstet haben. Dieser Filz von Konservativen und Nazis funktioniert so lange gut, solange es keinen \u00f6ffentlichen Druck gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel ist wie folgt aufgebaut: Das n\u00e4chste Kapitel erl\u00e4utert die Funktion und Relevanz von \u201eStudentenhistorikern\u201c und kritisiert diese. Das darauf Folgende geht genauer auf die Tagung in Marburg ein und bietet eine \u00dcbersicht zu den Inhalten des geplanten Programms sowie Rechercheergebnisse zu den einzelnen ReferentInnen. Diese k\u00f6nnen auch einzeln gelesen werden. Kapitel 4 stellt den Vergleich zu einer \u00e4hnlichen Veranstaltung an, die in den vergangen Jahren in Marburg stattgefunden hat: Den Fechtlehrg\u00e4ngen, die teilweise von einzelnen Dachverb\u00e4nden, teilweise verbands\u00fcbergreifend im Zusammenschluss mit der extremen Rechten stattgefunden haben und konspirativ in Schulturnhallen organisiert wurden. Das abschlie\u00dfende Kapitel zieht ein Fazit und bietet einen Ausblick auf das 500j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Marburger Universit\u00e4t im Jahr 2027. Wegen seiner hohen Relevanz f\u00fcr Korporationen, ist dieses bereits auf der Tagung Thema.<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1AKSt-Einladung-2025.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von AKSt Einladung 2025.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-a4849634-1bc7-47d4-93d6-9d3b51befb87\" href=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1AKSt-Einladung-2025.pdf\">AKSt Einladung 2025<\/a><a href=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1AKSt-Einladung-2025.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-a4849634-1bc7-47d4-93d6-9d3b51befb87\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"2.-Funktion-der-Studentenhistoriker\"><a><\/a>2. Funktion der Studentenhistoriker<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn es f\u00fcr normale Menschen seltsam und uninteressant scheint: die eigenen Historiker \u2013 also Studentenhistoriker \u2013 haben f\u00fcr Studentenverbindungen eine zentrale Bedeutung und Funktion, weswegen sie in die Korporationskritik unbedingt miteinbezogen werden m\u00fcssen. Ihre Rolle besteht darin, innerhalb der Korporation ein eigenes Geschichtsnarrativ zu verbreiten und damit ein gef\u00e4lliges Geschichtsbild zu erzeugen. Da es kaum kritische Auseinandersetzungen mit der Geschichte der einzelnen Verbindungen gibt<a href=\"#sdfootnote3sym\" id=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a>, ist die Forschung und Erz\u00e4hlung der eigenen Historiker wirkm\u00e4chtig. Deutlich wird dies au\u00dferhalb des Korpo-Kosmos beispielsweise bei Wikipedia, wo viele Artikel zu Verbindungen augenscheinlich im Sinne des eigenen Geschichtsbildes verfasst oder ge\u00e4ndert werden. Auf diese Quellen greifen dann beispielsweise KI-Modelle zu und verbreiten die Narrative weiter.<br>Dass die meisten Verbindungen im Wesentlichen NS-Wegbereitungs- und -nachfolgeorganisationen sind, wird von den Studentenhistorikern nicht thematisiert und nur durch kritische Nachforschung deutlich. F\u00fcr den Coburger Convent wurde dies beispielsweise durch eine explorative Forschung der Autonomen Antifa Freiburg zu der Geschichte der CC-B\u00fcnde best\u00e4tigt<a href=\"#sdfootnote4sym\" id=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a>. \u00c4hnliches l\u00e4sst sich zur NS-Geschichte der Studentenverbindungen insgesamt beobachten: In deutscher Manier werden bestimmte Fakten und vereinzelte Zusammenarbeit mit dem NS-Regime zwar nicht geleugnet, das vorherrschende Narrativ im Verbindungswesen ist jedoch, dass man seit dem 19. Jahrhundert f\u00fcr die Demokratie gek\u00e4mpft habe und dabei sowohl vom NS-Regime als auch der DDR verfolgt und verboten worden w\u00e4re. Tats\u00e4chlich waren viele Korporierte entschiedene Gegner der Weimarer Republik und aktiv am Aufstieg des NS beteiligt. Der Kapp-Putsch 1920 etwa wurde in Marburg vom Studentenkorps Marburg unter der Beteiligung diverser Verbindungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studentenhistoriker st\u00fctzen das Opfernarrativ der Verbindungen und stabilisieren diese Erz\u00e4hlung damit nach innen. So schaffen sie unter s\u00e4mtlichen Korporierten ein Gemeinschaftsgef\u00fchl und eine Verbundenheit durch eine \u00e4hnliche Geschichte, Braucht\u00fcmer und gemeinsame Traditionen. Die Geschichtsarbeit ist somit eines der wenigen Felder, in denen die zersplitterte, zerstrittene und unter \u00f6ffentlichem Druck stehende Korporiertenlandschaft weiterhin zusammen kommt. Tagungen wie die im Oktober in Marburg erm\u00f6glichen eine Zusammenarbeit verschiedener B\u00fcnde und eine Vernetzung \u00fcber Verbandsgrenzen hinweg. Neben der Geschichtsforschung findet eine organisatorische Zusammenarbeit vor allem beim Studentischen Fechten, das in sogenannten Waffenringen organisiert ist, und dem Denkmalerhaltungsverein (DEV) statt. Dieser k\u00fcmmert sich um die Pflege des Burschenschaftsdenkmals in Eisenach und vereint Burschenschaften verschiedener Dachverb\u00e4nde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"992\" src=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Kranz_ADB.cleaned.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1038\" style=\"width:265px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Kranz_ADB.cleaned.png 602w, https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Kranz_ADB.cleaned-182x300.png 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kranz der ADB bei L\u00f6nneckers Beerdigung<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutlich wurde die einende Wirkung von Studentenhistorikern bei der Beerdigung von Harald L\u00f6nnecker 2022. L\u00f6nnecker war Studentenhistoriker und jahrzehntelang Archivar der extrem Rechten Deutschen Burschenschaft, au\u00dferdem u.A. Alter Herr der Burschenschaft Normannia Leipzig zu Marburg. Er wurde noch 2021 von der TU Chemnitz am Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Studien und Geschichtswissenschaften f\u00fcr eine au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Professur berufen. Zu seiner <a href=\"https:\/\/pixelarchiv.org\/event\/2022.07.16.BadBentheim\/1\">Beerdigung<\/a> in Bad Bentheim nahe der holl\u00e4ndischen Grenze kamen neben Besuchern der Deutschen Burschenschaft auch etliche G\u00e4ste anderer B\u00fcnde wie der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (ADB) und der Deutschen S\u00e4ngerschaft. In einer Rede bei einer Gedenkstunde f\u00fcr ihn wurde sogar explizit die integrierende Wirkung L\u00f6nneckers f\u00fcr Studentenverbindungen betont:<br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">\u201e<em>Als Historiker und Studentenhistoriker war Harald L\u00f6nnecker f\u00fcr alle Korporationen da. Seine studentenhistorische Aufstellung war universell. [\u2026]<br>F\u00fcr den Arbeitskreis der Studentenhistoriker fertigte er ein Gesamtverzeichnis aller seit 1924 bei den Studentenhistorikertagungen gehaltenen Vortr\u00e4ge. Und er half mit, das S\u00e4ngermuseum in Feuchtwangen aufzubauen. Der studentische Gesang ist der gemeinsame Nenner aller Korporationen. [\u2026]<br>Harald L\u00f6nnecker geh\u00f6rte nicht weniger als 27 Vereinen beziehungsweise Gesellschaften an, die sich mit historischen Themen befassen. Und wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass er \u00fcberall mitgearbeitet hat. Seine Hauptarbeit erbrachte er f\u00fcr uns, f\u00fcr die Burschenschaften. [\u2026]<br>Er war, ist und bleibt bei unserer studentenhistorischen Arbeit allgegenw\u00e4rtig.\u201c<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/012-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1051\" srcset=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/012-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/012-300x200.jpg 300w, https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/012-768x512.jpg 768w, https:\/\/stadtlandvolk.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/012.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beerdigung von Harald L\u00f6nnecker. Bildrechte: Pixelarchiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach L\u00f6nneckers Tod traten infrastrukturelle Probleme f\u00fcr die Deutsche Burschenschaft zutage: Nachdem die DB unter ihm als \u201eBurschenarchivar\u201c jahrelang exklusiv und auf Steuerkosten R\u00e4ume des Bundesarchivs in Bonn nutzen konnte, strich das Archiv den Nazis diese Privilegien und stellte sie vor die Wahl: Entweder, es m\u00fcsse der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit Zugang zu dem Archiv erm\u00f6glicht werden oder die Deutsche Burschenschaft die R\u00e4umlichkeiten verlassen<a href=\"#sdfootnote6sym\" id=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a>. Dass ihr Archiv f\u00fcr Verbandsfremde einsehbar werden w\u00fcrde, wollte die DB nicht zulassen und so lagert ihr Archiv aktuell bei einem Dienstleister ein. Offensichtlich haben sie etwas zu verbergen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"3.-\u201eRomantische-Idylle\u201c-und-\u201ebr\u00fcderliche-Liebe\u201c\">3. \u201eRomantische Idylle\u201c und \u201ebr\u00fcderliche Liebe\u201c<br><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"3.1-Das-Programm-der-Studentenhistoriker-f\u00fcr-Marburg\" style=\"font-size:30px\"><strong>3.1 Das Programm der Studentenhistoriker f\u00fcr Marburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">\u201e<em>Die wissenschaftlichen Vortr\u00e4ge, das Treffen der j\u00fcdisch-parit\u00e4tisch Korporierten und die Regularien unseren Arbeitskreises werden wir im Ambiente der legend\u00e4ren Studentenromantik ansiedeln, die Marburg unver\u00e4ndert umweht, so sehr der sozialistische Ungeist der 68er Jahre auch w\u00fctete. Seine Forts\u00e4tze sind durchaus auch heute noch vorhanden, was dazu f\u00fchrte, da\u00df nach klandestinen Drohungen inzwischen der Festakt f\u00fcr den CDA abgesagt wurde. <\/em><em>Geboten wird bei uns das Gegenprogramm zum tumben Sozialismus, und das ist br\u00fcderliche Liebe, feinste Vortragskunst f\u00fcr den Kopf, legend\u00e4re Verbindungh\u00e4user f\u00fcr\u2019s Herz, anr\u00fchrende Kultur f\u00fcr die Seele.<\/em><em>\u201c<\/em><em><a href=\"#sdfootnote7sym\" id=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kommende Kapitel fasst das schon vor der vollst\u00e4ndigen Absage geschrumpfte Programm der Tagung zusammen und vermittelt die Programmpunkte mit der Analyse des vorangegangenen Kapitels. Die im Zitat angesprochene Absage an den <strong>Festakt des CDAs<\/strong>, der den Auftakt der Tagung bilden sollte, fasst dabei im Wesentlichen den Kern der ganzen Veranstaltung recht gut zusammen. Der Feind steht links und die Korporierten sind (mal wieder) Opfer b\u00f6ser M\u00e4chte. Womit wir auch schon bei der Romantik und der \u201ebr\u00fcderlichen Liebe\u201c w\u00e4ren, die f\u00fcr sie den Gegenpol zur feindlichen Umwelt bilden sollten. Gelegenheit dazu bietet ein erstes <strong>Stelldichein auf dem Haus der Turnerschaft<\/strong> <strong>Schaumburgia (CC) am Freitag Abend ab 19:00 Uhr.<\/strong><br>Von CC bis KSCV, von (DB)-Burschenschaft bis Schwarzburgbund, man liegt sich in den Armen und die b\u00f6sen Linken m\u00fcssen drau\u00dfen bleiben. Aber Moment: Gerade einmal f\u00fcnf Jahre ist es her, dass vermummte Nazis der Burschenschaft Germania (DB) ihre Nachbarn der Frankonia (SB) an einem Zigarettenautomaten homophob und antisemitisch beleidigten und k\u00f6rperlich attackierten. Danach st\u00f6rten die R\u00fcpel den nachbarschaftlichen Frieden zudem durch die Erst\u00fcrmung des Frankonenhauses, das dabei einigen Schaden nahm. Die gerichtliche Auseinandersetzung um diese innerkorporierte Gewalt findet just in diesem Herbst ihre Fortsetzung vor dem Landgericht Marburg. Auch CC und KSCV pflegen in Marburg eine etwas spezielle Beziehung. Wie die Autonome Antifa Freiburg am 01.09.2025 berichtete<a href=\"#sdfootnote8sym\" id=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a>, wurde am 15.08.2025 eine illegale Pro Patria-Suite auf dem Haus des Corps Hasso-Nassovia (KSCV) gefochten, bei der das Corps die Landsmannschaft Hasso-Borussia (CC) empfing, um seine Ehre zu retten. Vorangegangen war ein unsch\u00f6ner Brief der Landsmannschaft, in dem sie ihren lieben Br\u00fcdern \u201evorstadiale Demenz\u201c diagnostizierten, die diese sich bei \u201ek\u00f6rperlichen Auseinandersetzungen\u201c in der Nachbarschaft zugezogen h\u00e4tten. Au\u00dferdem fallen Worte wie \u201eScheinfassadenschn\u00f6sel\u201c und es ist die Rede von \u201eabendliche[n] Spielchen a[m] corpsbr\u00fcderlichen Anus\u201c. Auch hier also Homophobie und Gewalt, und das ausgerechnet auf dem Haus, auf dem die <strong>sonnt\u00e4gliche Matin\u00e9e ab 11:00<\/strong> Uhr das idyllische Beisammensein beschlie\u00dfen sollte.<br>Doch wenn schon die innere Verfasstheit der Korporierten an den Film \u201eGott des Gemetzels\u201c erinnert und auch von au\u00dfen blo\u00df sozialistisches Ungemach droht, dann h\u00e4tte es ja noch die wissenschaftlichen Vortr\u00e4ge <strong>am Freitag ab 19:00 Uhr auf dem Haus der Schaumburgia<\/strong> und am <strong>Samstag ab 09:00 Uhr auf dem Haus der Landsmannschaft Nibelungia<\/strong> <strong>(CC)<\/strong> geben sollen, um der Tagung einen Rest an W\u00fcrde zu bewahren, oder? W\u00e4re der Titel des \u201eersten Opfers des Faschismus\u201c nicht an \u00d6sterreich gegangen, so l\u00e4sst eine Programmschau keinen anderen Schluss zu, als dass das deutsche Korporationswesen eine w\u00fcrdige Alternative gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Auftakt macht Bernhard Schroeter von der Franconia Erlangen (DB) mit seinem Vortrag \u201eGerufen von der Republik \u2013 Korporierte im Freikorpseinsatz von der Novemberrevolution bis zum Versailler Vertrag\u201c. Der Vortrag d\u00fcrfte auf seiner Dissertation beruhen, welche Sebastian Sigler, Leiter der Tagung, auf der Website s<em>tudentengeschichte<\/em><em>.<\/em><em>cc<\/em> des CC rezensiert. Dort werden die marodierenden M\u00f6rderbanden<a href=\"#sdfootnote9sym\" id=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a>, deren Opfern eine Plakette an der Alten Uni in Marburg gewidmet ist, zu demokratischen Freedom-Fightern hochgejazzt, die es mit \u00fcblen Kommunisten und Linksradikalen zu tun gehabt h\u00e4tten. Zu diesen z\u00e4hlt der Rezensent, ganz im Sinne Alice Weidels, auch Adolf Hitler. Nicht T\u00e4ter seien sie gewesen, sondern \u201enaive Idealisten\u201c, die vom \u201etiefverwurzelten Pflichtgef\u00fchl gegen\u00fcber dem Vaterland\u201c geleitet gewesen seien. Im Moment wird dieses fortw\u00e4hrende Selbstbild nicht mal von den Institutionen der Demokratie goutiert, zu deren Rettung die reaktion\u00e4ren studentischen Freikorps damals doch angetreten seien. So wird die Burschenschaft Franconia Erlangen seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet, was Sigler sicherlich als Ausdruck des \u201elinksgr\u00fcnen Zeitgeistes\u201c betrachtet, den er so verachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dieser \u00dcberh\u00f6hung der studentischen Freikorps h\u00e4tte im zweiten Vortrag am selben Abend die \u00fcbliche Selbstviktimisierung im Rahmen der Geschichtsschreibung \u00fcber den Nationalsozialismus mit Bernhard Gr\u00fcn (DB, CV) folgen sollen: \u201eZwischen Revolution und Rekonstitution. Das Kameradschaftswesen an den deutschen Hochschulen 1937-1945\u201c. Auch dieser Vortrag, den Gr\u00fcn bereits im Wintersemester 21\/22 auf dem Haus der Marburger Naziburschenschaft Rheinfranken gehalten hat, beruht wohl auf seinen schriftlichen Arbeiten zum Thema. Gr\u00fcn st\u00fctzt sich laut des Rezensenten Michael Hacker, der im Rahmen der Tagung ebenfalls sprechen wird, vor allem auf Korporationsarchive und Zeitzeugenaussagen. Da ein freier Zugang zum Archiv der DB der \u00d6ffentlichkeit, wie zuvor dargestellt, nicht m\u00f6glich ist, handelt es sich hierbei um ein korporiertes Zitierkartell, dass sich im eigenen Schlamm w\u00e4lzt und dabei den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit vor allem durch den einge\u00fcbten Duktus zur Schau stellt.<br>Auch der Vortrag von Eike Alexander von Boetticher verspricht einen interessanten Blick auf die deutsche Geschichte: \u201eWerner Bergengruen \u2013 Marburger Normanne, Corpsstudent, Lyriker des verborgenen Widerstands im Dritten Reich\u201c. Im Umfeld der Studentenhistoriker ist der Bezug auf die wenigen, oft rechtskonservativen Widerst\u00e4ndler en vogue. Hier kann eine Parallele zu einer Glosse aus der <em>Konkret<\/em> gezogen werden, in der das Magazin \u00fcber die ARD-Sendung \u201eCharit\u00e9\u201c herzog und sinngem\u00e4\u00df behauptete, die Serie habe es geschafft, in einem Krankenhaus mehr Widerst\u00e4ndler zu zeigen, als es zur Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich insgesamt gegeben habe.<br>Gerd Mohnfeld klagt in seinem Vortrag: \u201eDem Zeitgeist erlegen \u2013 1968 und das Ende des j\u00fcdisch-parit\u00e4tischen Verbindungswesens\u201c die b\u00f6sen sozialistischen Umtriebe an, weil der SDS im Jahr 1973 seine Verbindung gekapert und ruiniert haben soll. Warum er dies in einer Zeit und einem Kontext tut, in dem die Deutsche Burschenschaft personell und mit ihren Themen stark vertreten ist, w\u00e4hrend gleichzeitig in Marburg, Heidelberg und M\u00fcnchen DB-Nazis zu antisemitischen Angriffen auf J\u00fcdinnen und Juden \u2013 und solche, die sie daf\u00fcr halten \u2013 \u00fcbergehen, bleibt seine pers\u00f6nliche Priorit\u00e4tensetzung. Das gleiche gilt f\u00fcr Sofie Kassel, die in ihrem Vortrag \u00fcber Erfahrungen j\u00fcdischer Studentinnen im Universit\u00e4tsleben vor dem ersten Weltkrieg sprechen wird.<br>Dass diese r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Nabelschau der StudentenhistorikerInnen nicht alleine dem Verstecken der Leichen in ihren Kellern gilt, sondern einem auf die Zukunft gerichteten Zweck dient, wird deutlich, wenn man auf Arndt Hobreckers (KSCV) Vortragstitel blickt: \u201eMarburger Unirektoren und ihre Verbindungen [\u2026] ein Beitrag zum 500-Jahre-Jubil\u00e4um der Philipps-Universit\u00e4t Marburg\u201c. Dieser Vortrag ist nicht der einzige Hinweis darauf, dass es den Korporierten bei ihrer Veranstaltung darum geht, ihre eigene Pr\u00e4senz an der Universit\u00e4t zu normalisieren und sich auf die Einbindung in die Feierlichkeiten zum Universit\u00e4tsjubil\u00e4um vorzubereiten. Mit Blick auf darauf, ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Tagung Marburg als Veranstaltungsort ausgew\u00e4hlt wurde. Auch in der Vergangenheit haben die j\u00e4hrlichen Treffen h\u00e4ufig vor gro\u00dfen Jubil\u00e4umsfeiern in den entsprechenden St\u00e4dten stattgefunden.<br>Der Referent zum Thema der k\u00fcnstlerischen Ausgestaltung der Alten Universit\u00e4t, Andreas Sch\u00fcbeler (CC), hat es bereits geschafft, direkt in die Organisation dieser Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten eingebunden zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf die wissenschaftlichen Vortr\u00e4ge kann also festgehalten werden, dass diese nicht nur in Bezug auf die vorgetragenen Inhalte selektiv und manipulativ ausgefallen w\u00e4ren, sondern dar\u00fcber hinaus der gesamte Kontext eher instrumenteller als wissenschaftlicher Natur war. Ob ein \u00f6sterreichischer Z-Promi mit einem Vortrag zur Universit\u00e4t der Renaissance noch was h\u00e4tte retten k\u00f6nnen, w\u00e4re am Ende wohl die spannendste Frage AdH<a href=\"#sdfootnote10sym\" id=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> gewesen. Fest steht jedenfalls: Die 85. Studentenhistorikertagung in Marburg w\u00e4re weder idyllisch, noch romantisch oder ein Fest der Wissenschaft geworden. Daf\u00fcr sorgen die Korporierten in erster Linie selbst. Sie h\u00e4tten sich jedoch auch darauf verlassen k\u00f6nnen, dass sie in Marburg ein ordentlicher sozialistischer Ungeist empfangen h\u00e4tte, der ihren historischen Verkl\u00e4rungen und ihren autorit\u00e4ren Hoffnungen entschlossen entgegentritt. Und das wussten sie.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"3.2-Die-ReferentInnen\" style=\"font-size:30px\"><a><\/a>3.2 Die ReferentInnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcbersicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Unterkapitel gibt keinen \u00dcberblick \u00fcber alle ReferentInnen, sondern soll lediglich eine Auswahl darstellen und dabei die Bandbreite der ReferentInnen der verschiedenen Dachverb\u00e4nde darstellen. Darin wird das korporierte Zitierkartell sowie auch Streitigkeiten zwischen und in den Verb\u00e4nden aufgezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig f\u00fcr eine korporierte Veranstaltung ist, dass mit Sofie Kassel und Sophia Kr\u00fcger zwei der zw\u00f6lf ReferentInnen weiblich sind. Im M\u00e4nnerbund ist das ungew\u00f6hnlich, zumal weibliche Korporationen bei den relevanten Dachverb\u00e4nden nicht aufgenommen werden. Dort d\u00fcrfen Frauen in der Regel nur an ausgew\u00e4hlten Veranstaltungen in Begleitung teilnehmen und nicht auf Podien sprechen. Dass bei der Tagung dennoch zwei ReferentInnen weiblich sind, liegt vermutlich weniger an einem emanzipatorischen Aufbruch. Begr\u00fcndet sein d\u00fcrfte es eher durch gesellschaftlichen Wandel, dem sie sich nicht verschlie\u00dfen k\u00f6nnen sowie an dem Wunsch, ein breites Spektrum von StudentenhistorikerInnen bei der Tagung abzubilden.<br>Weibliche Korporierte m\u00fcssen als politische Subjekte ernst genommen werden. <strong>Sofie Kassel<\/strong> vom Schwarzburgbund spricht am Samstagnachmittag auf dem Haus der Landsmannschaft Nibelungia \u00fcber <em>Erfahrungen j\u00fcdischer Studentinnen im Universit\u00e4tsleben vor dem Ersten Weltkrieg<\/em>. <strong>Sophia Kr\u00fcger<\/strong> von der Vangionia Mainz danach \u00fcber ihre Verbindung <em>Vangionia Mainz \u2013 Studie zur Rettung einer noch jungen Verbindungstradition<\/em>. Sie ist Musikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Studentenlieder. Bereits in Sammelband zur 79. Studentenhistorikertagung hat sie dazu publiziert, ihre Magister- und Doktorarbeit behandeln ebenfalls dem korporierten Gesang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bernhard Gr\u00fcn<\/strong> ist Mitglied verschiedener studentengeschichtlicher Vereinigungen wie der Gemeinschaft f\u00fcr deutsche Studentengeschichte e.V. (GDS) oder der Gesellschaft f\u00fcr Burschenschaftliche Geschichtsforschung (GfbG) und wird auf der Website des AKSt als wichtiger Autor gef\u00fchrt. Er ist zudem Alter Herr mehrerer Verbindungen im Cartellverband der katholischen deutschen Studenten\u00adverbindungen (CV), n\u00e4mlich im KDStV Markomannia W\u00fcrzburg, der KDStV Ferdinandea Heidelberg und der AV Suebo-Danubia Ulm. In der Ank\u00fcndigung der Tagung in Marburg wird er auch als Mitglied der Deutschen Burschenschaft genannt. Er ist zudem \u201eFarbenbruder\u201c der Burschenschaft Normannia Leipzig zu Marburg und der Burschenschaft Rheinfranken Marburg, da er mit ihnen \u201eZipfel\u201c getauscht hat. Dabei werden kleine B\u00e4nder in den Farben der Verbindungen getauscht und oft am Hosenbund getragen, was unter Korporierten als Zeichen enger Verbundenheit gilt. Den Zipfel mit den Rheinfranken hat er 2020 getauscht, im Wintersemester 2021\/2022 war er wieder zu Besuch bei der Naziburschenschaft. Diesmal, um dort einen Vortrag zu dem Thema \u201eZwischen Revolution und Rekonstitution \u2013 Die Marburger Kameradschaften des NSD-Studentenbundes 1937-1945\u201c zu halten.<br>Hauptberuflich ist Gr\u00fcn Oberarzt f\u00fcr An\u00e4sthesie, Notfall- und Intensivmedizin in Wei\u00dfenhorn in Bayern, studiert hat er in W\u00fcrzburg und Gie\u00dfen. Gr\u00fcn betreibt eine eigene Website und benutzt dort Nazi-Vokabular wie \u201eNetzadressen\u201c statt \u201eWebsite\u201c, seine Mailadresse lautet \u201ee-post@bernhard-gruen.de\u201c. E-Post ist die extrem rechte Bezeichnung f\u00fcr \u201eMailadresse\u201c, da letzteres als Anglizismus undeutsch sei.<br>Gr\u00fcn hat diverse B\u00fccher, Aufs\u00e4tze und Artikel zu korporationsgeschichtlichen Themen geschrieben, darunter \u00fcber 20 Monographien, beispielsweise \u201eZwischen Fronteinsatz und Freiheitsklang. Studententum und Kameradschaftswesen im Nationalsozialismus\u201c oder das Fuxenstunden-Standardwerk \u201eDie Fuxenstunde. Handbuch des Korporationsstudententums.\u201c, zu dem es etliche Erg\u00e4nzungen gibt. Gr\u00fcns Aufs\u00e4tze finden sich in diversen korporierten Ver\u00f6ffentlichungen wie dem \u201eCC-Magazin\u201c, der ADB-Publikation \u201eDer Burschenschafter\u201c, der CV-Zeitschrift \u201eAcademia\u201c, dem \u201eCorpsmagazin\u201c oder den \u201eBurschenschaftlichen Bl\u00e4ttern\u201c. In der DB-Zeitschrift bedient er extrem rechte Themen, indem er \u00fcber die \u201eVolksp\u00e4dagogischen Selbstentgrenzung des Linksstaates\u201c schreibt oder Medienkritik von rechts \u00fcbt. In der Ausgabe 2019-01 beschwert er sich \u00fcber ein angebliches \u201eLinkskartell\u201c der etablierten Medien und \u201eBevormundung durch einen volksp\u00e4dagogisch gewandeten Nanny-Journalismus\u201c. Dem gegen\u00fcber setzt er diverse rechte Zeitschriften und Zeitungen, die er kurz vorstellt. Von der \u201eJungen Freiheit\u201c und \u201eeigent\u00fcmlich frei\u201c geht er zum \u201eantaios-Verlag\u201c \u00fcber, den er ausf\u00fchrlich und positiv beschreibt.<br>In der GDS war Gr\u00fcn 2021 ma\u00dfgeblich an einem Streit beteiligt, in dessen Folge er beleidigt seine Aktivit\u00e4ten dort einschr\u00e4nkte. Gr\u00fcn war bis dahin Mitherausgeber der Reihe \u201eGDS-Archiv\u201c, die zuvor schon von Harald L\u00f6nnecker herausgegeben wurde. In einem Sammelband wollte Frank Grobe (AfD-MdL in Hessen, Aachener Burschenschaft Teutonia in der Neuen Deutschen Burschenschaft, ebenfalls Studentenhistoriker und ehedem privatinsolventer Bankangestellter) einen Beitrag zu seinem Lieblingsthema \u201eGewalt gegen Korporationen\u201c ver\u00f6ffentlichen. Der Vorstand weigerte sich, den Artikel zu drucken, da er nicht den wissenschaftlichen Standards entsprochen habe. Daraufhin witterten Bernhard Gr\u00fcn und seine Mitherausgeber Helge Kleinfeld und Marc Zirlewagen Cancel Culture und zogen sich als Herausgeber zur\u00fcck.<br><em>Bernhard Gr\u00fcn sollte am 17. Oktober 2025 zu dem Thema: \u201eZwischen Revolution und Rekonstitution. Das Kameradschaftswesen an den deutschen Hochschulen 1937 bis 1945.\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Turnerschaft Schaumburgia Marburg stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Raimund Lang <\/strong>wurde am 24.05.1951 in Salzburg geboren. Er lebt inzwischen bei Hamburg und arbeitet f\u00fcr den NDR als freier Synchronsprecher. Zuvor war er lange an \u00f6sterreichischen Theatern t\u00e4tig und ist au\u00dferdem aktiver Studentenhistoriker. Bereits als Sch\u00fcler wurde er Mitglied der inzwischen suspendierten katholischen Sch\u00fclerverbindung K\u00d6StV Illyria Hallein und \u00fcbernahm dort verschiedene \u00c4mter als Kassierer, Schriftwart und Fuchsmajor. Lang ist seitdem tief in die korporierte Lebenswelt eingebunden, was sich zun\u00e4chst an den vielz\u00e4hligen Mitgliedschaften zeigen l\u00e4sst. So ist er etwa Mitglied der KDStV Borussia-Wien, der Gothia Seckau und der Austro-Bavaria im MKV, zudem unterh\u00e4lt er mehrere Ehrenmitgliedschaften etwa in der KDStV Frankonia Czernowitz zu Erlangen und der Wiking Hamburg im CV. Seine eigenen Arbeiten drehen sich haupts\u00e4chlich um das \u201estudentische Liedgut\u201c, auf diesem Gebiet ist er intern ein zentraler Akteur. Die Bedeutung, die diesem Liedgut in den Korporationen zukommt, l\u00e4sst sich dem Beitrag Raimund Langs aus dem von Bernhard Gr\u00fcn herausgegebenen Standardwerk \u201eDie Fuxenstunde\u201c entnehmen, wo es prominent im Kapitel \u201ePrinzipien\u201c behandelt wird. Dort hei\u00dft es bez\u00fcglich der sozialen Funktion des gemeinsamen Gesangs: \u201eDas fr\u00fchzeitige Ein\u00fcben und Begeistern f\u00fcr den Reichtum und die Vielfalt studentischen Liedguts ist eine wichtige Aufgabe bereits in der Fuxenstunde.\u201c Hier wird zun\u00e4chst der nach innen wirkende Erziehungscharakter des studentischen Liedgutes deutlich, das als kultureller Kitt gemeinschaftsstiftende Wirkung entfalten soll. \u00dcber den gemeinsamen Gesang wird zudem das elit\u00e4re Selbstbild der Korporationen vermittelt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">\u201e<em>Um aus der Wissenschaft Nutzen zu ziehen, mu\u00df man nicht singen. Menschen solcher <\/em><em>Art wird es immer geben: Studierende <\/em><em>[\u2026] <\/em><em>oder wie immer man sie nennen mag. Doch wer neben dem Wissen auch das Leben sucht, der wird schnell an jenen Punkt geraten, wo er seine Stimmung zum Klingen bringen m\u00f6chte. Und erst dann <\/em><em>geb\u00fchrt ihm mit Fug und Recht die pure, alte Standesbezeichnung \u201aStudent<\/em><em>\u2019<\/em><em>.\u201c<\/em><a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich zu diesen nach innen gerichteten Funktionen, wird auch der gr\u00f6\u00dfere Zusammenhang, in dem das Liedgut Wirkung entfalten soll, vermittelt. So steht in den Zwecken der \u00dcbung ausdr\u00fccklich auch die Bedeutung des Gesangs f\u00fcr den gemeinschaftsstiftenden Charakter f\u00fcr \u201eVaterland und politische Bildung\u201c, was im Text am Beispiel der Nationalbewegung in Zeiten der \u201eBefreiungsbewegung gegen die Napoleonische Fremdherrschaft\u201c dargelegt wird. Auf die im angef\u00fcgten Fragenkatalog aufgeworfene Frage nach dem Missbrauchspotenzial des studentischen Liedes wird im Text hingegen an keiner Stelle eingegangen.<br>Raimund Lang relativiert nicht, aber er l\u00e4sst aus. In seinem ebenfalls im Rahmen einer Studentenhistorikertagung gehaltenen Vortrag zum j\u00fcdisch-korporierten Fritz L\u00f6hner-Beda, der in Auschwitz ermordet wurde, benennt er die Grausamkeiten der Nationalsozialisten und entfaltet \u00fcber eine Stunde hinweg einen Vortrag, der das Leben und Wirken Bedas in den Mittelpunkt stellt und w\u00fcrdigt. Der Vorwurf, den man hier machen muss, ist die mangelnde Reflexion \u00fcber die Beteiligung der oftmals korporierten Funktionseliten wie beispielsweise Ernst Kaltenbrunner (Burschenschaft Arminia Graz), Joachim Caesar (Burschenschaft Alemannia Bonn) oder Werner Kirchert (Burschenschaft Salingia Halle) an der nationalsozialistischen Barbarei.<br>Lang stellt stattdessen die gro\u00dfe Klammer des Korporationswesens in den Vordergrund und versucht eine gute Stimmung zu erhalten, was neben der Gesangserziehung insgesamt zu seinen Aufgaben zu geh\u00f6ren scheint. Von den Nazi-Burschenschaften der DB \u00fcber die Landsmannschaften und Turnerschaften des CC bis zum Schwarzburgbund, kann man sich darauf einigen, dass Langs Festvortr\u00e4ge, Reden und musikalische Einlagen zu den Highlights der jeweiligen Anl\u00e4sse geh\u00f6ren. Er selbst verfasst Beitr\u00e4ge in den Magazinen der unterschiedlichsten Verbindungstypen und l\u00e4sst dort seine Veranstaltungen bewerben. Lang hat offensichtlich keine Probleme damit, auch mit diesen Neonazis das studentische Liedgut zu feiern und zu pflegen.<br><em>Raimund Lang sollte am 18. Oktober 2025 zum Thema \u201eOlympia Fulvia Morata (1526 \u2013 1555), eine gro\u00dfe Gelehrte der Renaissancezeit.\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Landsmannschaft Nibelungia Marburg stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Jurist <strong>Arndt Hobrecker<\/strong>, geboren am 19.07.1960 in Hamm\/Westfalen, ist Alter Herr des Corps Hasso-Nassovia Marburg, welchem er 1979 beigetreten ist. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Hobrecker studierte Rechtswissenschaften in Marburg, Lausanne, Freiburg und G\u00f6ttingen. Seit 2014 ist er Vorsitzender des Vereins Alter Hessen-Nassauer e.V. seines Corps, dass ihm 2021 die Ehrenmitgliedschaft verliehen hat. Ebenso ist Hobrecker bis 2027 im Vorstand vom Verband Alter Corpsstudenten e.V. (VAC). Im VAC ist er auch seit 2014 der Beauftragte f\u00fcr die Corps Akademie.<br>Dar\u00fcber hinaus ist Arndt Hobrecker Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CDU Kreisverband Weimar.<br>In einer Rede vom 22. Mai 2015 an die Klingg\u00e4ff-Preistr\u00e4ger konstatiert Hobrecker: \u201eUnser Bedarf lautet Orientierung. Er lautet Haltung. Er lautet Bildung. Und deshalb nicht nur Ausbildung allein! Grams Onoldiae hat gestern im Beraterkreis der Corps-Akademie so vehement gefordert, wir Corpsstudenten seien eine Bildungsgemeinschaft und gleichberechtigt auch Idealen wie Toleranz, Tugend und Freundschaft verpflichtet\u201c. Diese Rede steht im kompletten Widerspruch zu seiner geplanten Teilnahme an der deutschen Studentenhistorikertagung.<br><em>Arndt Hobrecker sollte am 19. Oktober 2025 um 11 Uhr zu dem Thema: \u201eMarburger Unirektoren und ihre Verbindungen, speziell die Biografie von Prof. Franz Leonhard, posthum EM der Hasso-Nassovia \u2013 ein Beitrag zum Jubil\u00e4um 500 Jahre Philipps-Universit\u00e4t\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Hasso-Nassovia Marburg stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Andreas Walter Schmitz<\/strong> ist Teil der Deutschen Burschenschaft. Er studierte von 1987 bis 2002 Neuere Geschichte, Mittlere Geschichte und Politikwissenschaften an der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster. Von 1987 bis 2019 war er Reserveoffizier in verschiedenen Verwendungen, zuletzt Verbindungsoffizier zum Bayerischen Staatsministerium des Inneren (seit 2014). Aktuell ist Schmitz Oberstleutnant an der Sanit\u00e4tsakademie der Bundeswehr und Lehrstabsoffizier f\u00fcr Milit\u00e4rgeschichte. Seine politische Gesinnung versucht Schmitz au\u00dferdem auf gesellschaftspolitischer Ebene einzubringen, indem er sich am 9. Juni 2024 in den Gemeinderat der Gemeinde W\u00f6lferlingen hat w\u00e4hlen lassen.<br><em>Andreas Walter Schmitz sollte am 18. Oktober 2025 zum Thema \u201eDie studentischen Verbindungen an den milit\u00e4r\u00e4rztlichen Bildungseinrichtungen im Kaiserreich einst und heute: Berlin \u2013 Hamburg \u2013 Marburg.\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Landsmannschaft Nibelungia Marburg stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dr. Bernhard Schroeter<\/strong>, geboren am 31.05.1943, ist Alter Herr der Burschenschaft Frankonia Erlangen (DB), welche aktuell vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Schroeter ist bzw. war unter anderem Vorsitzender der Vereinigung Alter Burschenschafter (VAB) Stuttgart, Kassenpr\u00fcfer VAB Eisenach, Vorstandsmitglied im Volkstumsverein, Vorstandsmitglied Burschenschaftsdenkmalverein Eisenach (DEV) und Mitglied bei Gesellschaft f\u00fcr burschenschaftliche Geschichtsforschung e.V., dem zur Zeit Christian Oppermann von den Burschenschaften Arminia Prag zu Bochum und Libertas Br\u00fcnn zu Aachen vorsteht<br>Schroeter schrieb bereits Artikel in den Burschenschaftlichen Bl\u00e4ttern, u.a. in Ausgabe 2020-4 einen Nachruf auf Arnd Kniese oder in 2023-3 \u00fcber die Morde von Mechterst\u00e4dt, in der er die Morde des Marburger Studentenkorps rechtfertigt und relativiert. Des Weiteren schrieb er in verschiedenen Magazinen, wie dem \u201eCC-Magazin\u201c und dem DEV-Magazin \u201eDenkmalgefl\u00fcster\u201c. Erw\u00e4hnenswert ist auch, dass er der letzte Doktorand des verstorbenen Harald L\u00f6nnecker war.<br>Am Volkstrauertag 2023 hielt Bernhard Schroeter eine Rede am \u201eGefallenenehrenmal\u201c in Eisenach. Dieser Tag wird von Rechten und extrem Rechten genutzt, um deutschen Soldaten der Wehrmacht zu gedenken und teilweise die deutsche T\u00e4terschaft zu relativieren.<br><em>Bernhard Schroeter sollte am 17. Oktober 2025 zum Thema \u201eGerufen von der Republik \u2013 Korporierte im Freikorpseinsatz von der Novemberrevolution bis zum Versailler Vertrag.\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Turnerschaft Schaumburgia stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Andreas Sch\u00fcbeler<\/strong> ist Alter Herr der Landsmannschaft Neoborussia Halle zu Freiburg. Sch\u00fcbeler wurde am 20. Januar 1995 geboren und arbeitet als Rechtsreferendar und Mitarbeiter am Kunstgeschichtlichen Institut der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg. Er ist Mitglied der Studentengeschichtlichen Vereinigung des CC, ebenso war er CC-Verbandsfunktion\u00e4r.<br><em>Andreas Sch\u00fcbeler sollte am 18. Oktober 2025 um 10 Uhr zum Thema \u201eZur k\u00fcnstlerischen Ausgestaltung der Alten Universit\u00e4t in Marburg.\u201c sprechen. Der Vortrag sollte auf dem Haus der Landsmannschaft Nibelungia Marburg stattfinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sebastian Sigler<\/strong>, geboren am 25.04.1964, studierte ab 1983 Geschichte, Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Bielefeld, M\u00fcnchen und K\u00f6ln. Sigler war von 1992 bis 2017 Mitglied des Corps Bavaria M\u00fcnchen. Seit Anfang 2017 geh\u00f6rt er dem Corps Masovia K\u00f6nigsberg zu Potsdam und seit 2022 dem Corps Guestphalia Halle an. Ebenso war von 2004 bis 2007 stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Alter Corpsstudenten. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Arbeitskreises der Studentenhistoriker. Sigler arbeitete 2019 f\u00fcr den AfD-MdB J\u00fcrgen Braun.<br>Er engagiert sich auch beim Verein \u201eAktion Lebensrecht f\u00fcr Alle\u201c gegen Abtreibungen und rechtfertigte in einem Zeitungsartikel deren \u201eGehsteigberatung\u201c vor Abtreibungskliniken. Zudem war er Teil eines Aufrufs, der kritisierte, dass der 8. Mai 1945 einseitig von Medien und Politikern als \u201eBefreiung\u201c charakterisiert wird.<br>Sigler arbeitet als Journalist und Autor und war unter anderem bei der \u201eWelt\u201c, \u201eCicero\u201c und \u201eTichys Einblick\u201c besch\u00e4ftigt. Au\u00dferdem hat er diverse B\u00fccher \u00fcber konservative und korporierte Gegner Hitlers geschrieben.<br>In seinen Texten und B\u00fcchern versucht Sigler vehement den Mythos vom korporierten Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu befeuern. Er erkl\u00e4rt Korporationen schon dem Ursprung nach zu \u201eWiderstandsnestern\u201c, die in kritischer Distanz die Ideen der franz\u00f6sischen Revolution \u00fcbernommen h\u00e4tten. Schon allein weil der Nationalsozialismus eine Form des Sozialismus gewesen sei, w\u00e4ren die Verbindungen unempf\u00e4nglich f\u00fcr das NS-System gewesen. Siglers Zugriff auf korporierte Widerstandsk\u00e4mpfer, die fast g\u00e4nzlich dem nationalkonservativen Widerstand um Stauffenberg zuzuordnen waren, bewegte sich dabei jenseits jeder empirischen Statistik und st\u00fctze sich nur auf biographische Einzelbeispiele.<br><em>Sebastian Sigler sollte keinen Vortrag halten, sondern die Tagungsleitung innehaben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Analyse der ReferentInnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kommt zusammen, was zusammen geh\u00f6rt, ReferentInnen von KSCV \u00fcber CC bis hin zur DB. Anhand der Personen\u00fcbersicht kann man den Schulterschluss konservativer und extrem rechter Akteure deutlich erkennen. F\u00fcr Arndt Hobrecker (KSCV) gelten die von seinem Verband propagierten Tugenden Toleranz und Gleichheit demnach auch f\u00fcr extrem Rechte wie Schroeter (DB). An Bernhard Gr\u00fcn l\u00e4sst sich exemplarisch die ereinende Wirkung von Studentenhistorikern und die Vernetzung von katholischen Korporierten zur extremen Rechten zeigen: Der Gemeinschaftsgeist der Studentenhistoriker verbindet. Dass Hobreckers Bundesbruder Sigler (KSCV) f\u00fcr die AfD arbeitete, ein aktiver misogyner Abtreibungsgegner und gleichzeitig Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CDU Weimar ist, passt ins Bild. Hier zeigt sich wieder, dass parteipolitische Abgrenzungsbeschl\u00fcsse auf den Verbindungsh\u00e4usern nicht greifen, weil das Problem nicht mangelnde ideologische Schnittmengen sind.<br>Dass mit Andreas Walter Schmitz (DB) ein Mitglied der Bundeswehr zum Kreis der Studentenhistoriker z\u00e4hlt, ist nicht verwunderlich. Die Geschichte der Studentenverbindungen ist seit jeher mit der deutschen Soldatengeschichte verbunden. Das zeigt nicht nur lokal die Zusammensetzung des Studentenkorps Marburg, sondern auch die \u00dcberschneidungen zum Bataillon der Marburger J\u00e4ger. Nicht umsonst war es bis zur Abschaffung der Wehrpflicht f\u00fcr Mitglieder von B\u00fcnden der Deutschen Burschenschaft verpflichtend \u201egedient zu haben\u201c. Auch heute noch spielt das das Soldatentum eine wichtige Rolle im Weltbild der Burschen. Im Jahr 2015 f\u00fchrte Roland Richter (Hannovera G\u00f6ttingen und Germania Marburg) bei seiner Rede zum Totengedenken durch die 200j\u00e4hrige Geschichte der Burschenschaften, indem er Biographien \u201egefallener\u201c Burschenschafter aus allen Epochen deutscher Kriege vorstellte. Nicht nur leitet sich das M\u00e4nnlichkeitsbild des M\u00e4nnerbundes vom Soldatischen ab, der Umgang des Deutschen Staates mit dem Gedenken an deutsche Soldaten bietet immer wieder Anlass zu Geschichtsrevisionismus. Das Projekt \u201eFakten statt Mythen\u201c schreibt \u00fcber die Rede zum Totengedenken 2024 von Ansgar Grimm (Alte Burschenschaft Burgkeller Jena): \u201eExplizit geschichtsrevisionistisch wurde der Redner, als er behauptete, \u201eunsere Gro\u00dfv\u00e4ter und Urgro\u00dfv\u00e4ter\u201c w\u00e4ren in den Krieg gezogen, um \u201eHaus und Hof, Volk und Familie zu besch\u00fctzen\u201c.<a href=\"#sdfootnote12sym\" id=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a><sup> <\/sup>Den Angriffs- und Vernichtungskrieg Nazi-Deutschlands als ehrbare Verteidigung von \u201eHaus und Hof\u201c zu deuten, widerspricht jeder historischen Faktizit\u00e4t. Die Burschenschaften sieht Grimm als Gegenpol zur etablierten Erinnerungspolitik, den 8. Mai deutete er als \u201eTag der Dem\u00fctigung, Besetzung, Vergewaltigung, Vertreibung, den Tag willk\u00fcrlichen Mordens und der Unterdr\u00fcckung\u201c. \u00dcber die Verbrechen des NS verlor der Redner kein Wort, womit er ganz auf der Linie der von Bj\u00f6rn H\u00f6cke geforderten \u201eerinnerungspolitischen Wende um 180 Grad\u201c ist.\u201c&nbsp;<br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"4.-Same-same,-but-different:-Fechtlehrg\u00e4nge-in-Marburg\"><a><\/a>4. Same same, but different: Fechtlehrg\u00e4nge in Marburg<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Auseinandersetzung mit der Studentenhistorikertagung dr\u00e4ngt sich ein Vergleich zu strukturell \u00e4hnlichen Veranstaltungen in der Vergangenheit auf: den Fechtlehrg\u00e4ngen. Der Inhalt und die Zielgruppe waren zwar eine andere, jedoch sind beides gelebte Aspekte des verbindungsstudentischen Brauchtums, sind bzw. waren zeitweise \u00fcberverbandlich organisiert und stark von CC-Verbindungen getragen.<br>\u00dcber die Fechtlehrg\u00e4nge haben wir 2023 eine Recherche \u201e<a href=\"https:\/\/stadtlandvolk.net\/?p=807\">Hiebe in Hallenschuhen<\/a>\u201c ver\u00f6ffentlicht. Bis dahin fanden die Lehrg\u00e4nge seit 2001 unregelm\u00e4\u00dfig statt, entweder \u00fcberverbandlich, von der Deutschen Burschenschaft, der Arbeitsgemeinschaft Andernach<a href=\"#sdfootnote13sym\" id=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a> oder dem Coburger Convent ausgerichtet. Die Fechtlehrg\u00e4nge waren nicht-\u00f6ffentlich und wurden in Zusammenarbeit mit Kurt-Joachim Betz konspirativ organisiert. Er hatte innerhalb der verbindungsstudentischen Fechtzusammenh\u00e4nge eine \u00e4hnliche Funktion wie L\u00f6nnecker bei den Historikern. Er nutze seine Position beim Sportverein VfL Marburg aus, um ohne dessen Wissen Schulturnhallen bei der Stadt Marburg zu buchen. Nach unserer Recherche wurde diese Praxis gestoppt und die Fechtlehrg\u00e4nge m\u00fcssen nun auf den Verbindungsh\u00e4usern stattfinden, was korpointern zu erheblichen Unmut f\u00fchrte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">\u201e<em>Heil Euch m.lb. Bundesbr\u00fcder,<br>nachdem ich hocherfreut im aktuellen CC-Magazin 01\/2023 auf Seite 16 unsere FechMstr, Tle sogar mit dem B\u00f6hmerwald-Kopfcouleur (@Andreas, hab vielen Dank daf\u00fcr!) detektieren konnte, muss ich heuer eine unglaubliche und m.E. besch\u00e4mende Neuigkeit melden.<br>Unser j\u00e4hrlicher CC-Fechtlehrgang, welcher seit dem ich denken kann, immer geordnet und friktionsfrei, in der Emil von Behring Turnhalle zu Marburg durchgef\u00fchrt wurde, soll wohl durch die Stadt Marburg quasi verhindert werden.<br>Grundlage war ein Netz-Bericht im, vom Verfassungsschutz gesichert linksextremistisch eingestuften, Netzwerk \u201eSTADT; LAND; VOLK\u201c (Antifaschistische Aktion).<br>Es ist wirklich unglaublich wie unsere gew\u00e4hlten Volksvertreter und Verfassungs- (schutz) Organe, sich hier unreflektiert extremistische Propaganda zu eigen machen und diese immer wieder dann auch noch als validen Nachweis anf\u00fchren. Weiteren Kommentar erspare ich Euch, dass muss man erst einmal sacken lassen.<br>\u2026.bleibt standhaft und treu!<br>MBG TH\u201c<a href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betz verabschiedete sich kurz darauf in seinen Lebensabend in Marburg-Elnhausen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Lehrg\u00e4nge junge, fechtende Korporierte ansprechen und k\u00f6rperlich zurichten, sprechen die Historiker Korporierte jeden Alters und aller B\u00fcnde an, ob schlagend oder nicht. Dabei fabrizieren die Historiker die eigene vermeintliche Geschichte, aufgrund derer sich andere Teile der Korporierten mit S\u00e4beln f\u00fcr die Ehre und das Vaterland fast umbringen<a href=\"#sdfootnote15sym\" id=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a>. Somit haben beide Veranstaltungen haben auf unterschiedlichem Terrain denselben Zweck: Pflege des studentischen Brauchtums, Eigenlegitimation, Vernetzung \u00fcber den Bund bzw. Dachverband hinaus und St\u00e4rkung der verbindungsstudentischen Lebensweise mit allen reaktion\u00e4ren Elementen. Bei beiden Veranstaltungen spielten lokale CC-B\u00fcnde eine tragende Rolle.<br><br><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"5.-Fazit\"><a><\/a>5. Fazit<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Rechercheartikel problematisiert, wie eingangs geschrieben, die Tagung aus drei Gr\u00fcnden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstens als verbindungsstudentische Veranstaltung.<br>Zweitens, da dort Geschichtsrevisionismus stattfindet.<br>Drittens, weil Burschenschaften der extrem Rechten Deutschen Burschenschaften Teil davon sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle drei Aspekte sind im Artikel ausf\u00fchrlich dargelegt. Der Marburger Stadtgesellschaft ist klar, dass es sich bei den Marburger DB-Burschenschaften um Nazis handelt, bei der Germania hat es inzwischen sogar der Verfassungsschutz erkannt. Dass sich die extrem rechte Deutsche Burschenschaft unter dem Deckmantel des AKSt mit anderen Korporierten an einen Tisch setzen darf, ist bemerkenswert, da von den anderen Verbindungen in Marburg ja stets betont wird, dass man ja mit den \u201eeinzelnen schwarzen Schafen\u201c nichts zu tun habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts des 2027 bevorstehenden 500j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Marburger Universit\u00e4t ist es wohl kein Zufall, dass die Tagung dieses Jahr in Marburg stattfinden sollte. Die Uni ist zentraler Bezugspunkt f\u00fcr Verbindungsstudenten und ein Jubil\u00e4um f\u00fcr sie ein wichtiges Ereignis. Das zeigen auch die gescheiterten Aktivit\u00e4ten und Bem\u00fchungen Marburger Korporierter an den vergangenen Jubil\u00e4en zu partizipieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">T\u00fcbinger Antifaschist:innen sollten sich darauf vorbereiten, dass der zweite Teil des \u201eJahrhundertjubil\u00e4ums\u201c vom 25. \u2013 27. September 2026 bei ihnen stattfinden soll.<br>In Marburg formierte sich der \u201esozialistische Ungeist\u201c erfolgreich in Form einer <a href=\"https:\/\/keinhistorikertag.noblogs.org\/\">Mitmachkampagne<\/a> gegen die Tagung. Das Motto der Kampagne:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In Marburg? Euch brennt doch der Hut! Die Studentenhistoriker Tagung zur Geschichte machen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote1anc\" id=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>Die CV-Akademie ist ein Bildungstr\u00e4ger des Cartellverbands der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote2anc\" id=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Etwa in diversen Hochschulreadern zur Verbindungskritik zum Beispiel vom AStA Frankfurt: https:\/\/asta-frankfurt.de\/sites\/default\/files\/2022-10\/2017verbindungskritikweb.pdf<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote3anc\" id=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>Ein Gegenbeispiel ist etwa: Heither, Dietrich; Kurth, Alexandra; Gehler, Michael; Sch\u00e4fer, Gerhard (Hrsg.) (1997): Blut und Paukboden: eine Geschichte der Burschenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote4anc\" id=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>Siehe: Autonome Antifa Freiburg (2025): Coburgs korporierte Sch\u00fcler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote5anc\" id=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>Christian Oppermann anl\u00e4sslich der Gedenkstunde der Gesellschaft f\u00fcr burschenschaftliche Geschichtsforschung f\u00fcr Prof. Dr. Dr. Harald L\u00f6nnecker am 14. Juni 2025 im Berghotel in Eisenach<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote6anc\" id=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>Siehe: https:\/\/autonome-antifa.org\/breve8987 und https:\/\/autonome-antifa.org\/breve8818<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote7anc\" id=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>AKSt, online<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote8anc\" id=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>Siehe: https:\/\/autonome-antifa.org\/breve9554<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote9anc\" id=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>Weiterf\u00fchrend zu den Morden von Mechterst\u00e4dt: Heither, Dietrich\/Schulze, Adelheid (2015): Die Morde von Mechterst\u00e4dt 1920. Zur Geschichte rechtsradikaler Gewalt in Deutschland. Berlin: Metropol.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote10anc\" id=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>\u201eAuf dem Haus\u201c, eine unter Korporierten \u00fcbliche Phrase.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote11anc\" id=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>Raimung Lang in: Gr\u00fcn, Bernhard; Vogel, Christoph (Hrsg.) (2016): Die Fuxenstunde. Handbuch des Korparationsstudententums<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote12anc\" id=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>Siehe: https:\/\/www.geschichte-statt-mythen.de\/uebersichtskarte\/Burschentag-in-Eisenach<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote13anc\" id=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>Die Arbeitsgemeinschaft Andernach ist der Dachverband der mensurschlagenden Verb\u00e4nde<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote14anc\" id=\"sdfootnote14sym\">14<\/a>Thomas Hahn in: Autonome Antifa Freiburg (2025): Tradition in Waffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote15anc\" id=\"sdfootnote15sym\">15<\/a>Siehe: Autonome Antifa Freiburg (2023): Duell unter Korporierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gliederung1. Einleitung2. Funktion der Studentenhistoriker3. \u201eRomantische Idylle\u201c und \u201ebr\u00fcderliche Liebe\u201c 3.1 Das Programm der Studentenhistoriker f\u00fcr Marburg 3.2 Die ReferentInnen 4. Same same, but different: Fechtlehrg\u00e4nge in Marburg5. Fazit Kurz bevor dieser Artikel ver\u00f6ffentlicht werden sollte, sagten die OrganisatorInnen der Tagung diese ab. Ob die Absage wirklich aufgrund von mangelndem Interesse passiert ist, ist fraglich. Vielmehr scheint Druck von au\u00dfen urs\u00e4chlich zu sein. Das in der Absage verwendete Bild vom \u201eDenkerclub\u201c 1819 von Personen mit Maulkorb und der Frage \u201eWie lange mochte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?\u201c sowie Diskussionen auf Reddit best\u00e4tigen das. Im Sub-Reddit \u201eKorporeddit\u201c sind solche Kommentare die einhellige Meinung: \u201eHaben sich von Linken einsch\u00fcchtern lassen und geben denen jetzt noch nen grund zu feiern\u201c. Wir m\u00f6chten euch unsere Recherche nicht vorenthalten und ver\u00f6ffentlichen sie nun trotzdem \u2013 auch in Hinblick auf die 86. Studentenhistorikertagung 2026 in T\u00fcbingen. 1. Einleitung Vom 17.-19. Oktober 2025 sollte in Marburg die 85. Jahrestagung des Arbeitskreis der Studentenhistoriker (AKSt) stattfinden. In dem Zusammenschluss forschen Mitglieder unterschiedlicher B\u00fcnde \u00fcber die Geschichte der Korporationen. Anders als der Begriff suggeriert, erforschen Studentenhistoriker jedoch nur die Geschichte der Studierendenverbindungen und nicht die Geschichte der Studierenden. Die Tagung sollte auf den H\u00e4usern verschiedener Marburger Studentenverbindungen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1040,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"[]"},"categories":[1,1231],"tags":[1163,10,94,417,1151,1333,1291,1313,1332,113,1115,1266,1320,1322,1290,1304,1297,1285,1283,1272,1318,1308,1311,1270,1319,1329,106,1268,1325,1327,1312,1326,1267,11,1119,1287,1307,1296,1284,1162,1269,1288,1294,1303,1331,1282,1298,1301,1309,1328,1302,1305,1132,1105,118,1321,1299,1295,1286,1274,1323,48,126,1300,14,1103,1273,1324,1289,1292,1330,1029,1317,1293,1116,1315,1316,1271,1310,1306],"class_list":["post-1034","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-artikel-2025","tag-aachener-burschenschaft-teutonia","tag-afd","tag-afd-hessen","tag-aktion-lebensrecht-fuer-alle","tag-allgemeine-deutsche-burschenschaft","tag-alte-burschenschaft-burgkeller-jena","tag-andreas-schuebeler","tag-andreas-walter-schmitz","tag-ansgar-grimm","tag-antaios-verlag","tag-arbeitsgemeinschaft-andernach","tag-arbeitskreis-der-studentenhistoriker","tag-arminia-prag-zu-bochum","tag-arnd-kniese","tag-arndt-hobrecker","tag-austro-bavaria","tag-av-suebo-danubia-ulm","tag-bernhard-gruen","tag-bernhard-schroeter","tag-burschenbund-convent","tag-burschendenkmalverein-eisenach","tag-burschenschaft-arminia-graz","tag-burschenschaft-salingia-halle","tag-cartellverband-der-katholischen-deutschen-studentenverbindungen","tag-christian-oppermann","tag-cicero","tag-coburger-convent","tag-convent-deutscher-akademikerverbaende","tag-corps-bavaria-muenchen","tag-corps-guestphalia-halle","tag-corps-hasso-nassovia-marburg","tag-corps-masovia-koenigsberg-zu-potsdam","tag-cv-akademie","tag-deutsche-burschenschaft","tag-deutsche-saengerschaft","tag-eike-alexander-von-boetticher","tag-ernst-kaltenbrunner","tag-ferdinandea-heidelberg","tag-franconia-erlangen","tag-frank-grobe","tag-gemeinschaft-fuer-deutsche-studentengeschichte","tag-gerd-mohnfeld","tag-gesellschaft-fuer-burschenschaftliche-geschichtsforschung-gfbg","tag-gothia-seckau","tag-hannovera-goettingen","tag-harald-loennecker","tag-helge-kleinfeld","tag-illyria-hallein","tag-joachim-caesar","tag-juergen-braun","tag-kdstv-borussia-wien","tag-kdstv-frankonia-czernowitz-zu-erlangen","tag-koesener-senioren-konvent","tag-kurt-joachim-betz","tag-landsmannschaft-nibelungia","tag-libertas-bruenn-zu-aachen","tag-marc-zirlewagen","tag-markomannia-wuerzburg","tag-michael-hacker","tag-mittelschueler-kartell-verband","tag-neoborussia-halle-zu-freiburg","tag-neue-deutsche-burschenschaft","tag-normania-leipzig-zu-marburg","tag-raimund-lang","tag-rheinfranken-marburg","tag-roland-richter","tag-schwarzburgbund","tag-sebastian-sigler","tag-sofie-kassel","tag-sophia-krueger","tag-tichys-einblick","tag-turnerschaft-schaumburgia","tag-vab-eisenach","tag-vangionia-mainz","tag-verband-alter-corpsstudenten","tag-vereinigung-alter-burschenschafter","tag-volkstumsverein","tag-weinheimer-senioren-convent","tag-werner-kirchert","tag-wiking-hamburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1034"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1071,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1034\/revisions\/1071"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stadtlandvolk.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}